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Radio58 Reportage

13.01.2012

12.01.2012

11.01.2012

10.01.2012

09.01.2011

01.12.2011

29.11.2011

26.11.2011

21.11.2011

17.11.2011

16.11.2011

11.11.2011

Misery - Eine Punktlandung
Hagen/Westf. (HL.) - Mit der Premiere des Theaterstücks "Misery" von Simon Moore, nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King, am 11. November, landete das Theater an der Volme nicht nur eine Punktlandung in Sachen schauspielerischer Höchstleistung, sondern auch ganz offensichtlich einen Volltreffer im Spielplan.

15 Minuten währender, brausender Applaus und immer wieder Gratulationen an die Darsteller während der Premierenfeier waren sichere Beweise dafür, dass das Stück - inszeniert von Indra Janorschke - ganz klar großes Theater ist.

Publikumstimmen hier hören (klick)

Kein Wunder: Beate Wieser als Annie Wilkes und Lars Lienen als Paul Sheldon verkörpern ihre Rollen derartig emotional, authentisch und fesselnd, dass der Zweiakter von der ersten bis zur letzten Minute zum absolut spannenden, packenden und kurzweiligen Erlebnis wird. Auch dann, wenn der Stoff - wie auch am Premiere-Abend - vielen Besuchern bekannt ist. Beide Darsteller sind nicht nur wie geschaffen für diese anspruchsvollen Rollen, sie lieben die Charaktere die sie spielen, beide sind begeistert von Stephen Kings  Werken - vielleicht ist diese enge Beziehung zum "Stoff" eines der Geheimrezepte zu einem solchen Gelingen und dem damit verbundenen Erfolg. Erstaunlich auch: die technische Umsetzung für ein solch kleines Theater unter der Leitung von Roman Weber. Die Nähe des Publikums zu den Darstellern, aufgrund der räumlichen Gegebenheiten, wurde auch diesmal in den Publikumsumfragen als positiv gewertet. Wie das Stück an das Theater an der Volme kam, wie die beiden Darsteller zu ihren wohlverdienten Rollen kamen und wie sie sich in Hagen fühlen, das erklären uns Indra Janorschke, Beate Wieser und Lars Lienen im Video-Interview.

Indra Janorschke hier hören (klick)

Lars Lienen hier hören (klick)

Beate Wiesner hier hören (klick)

Eines scheint recht sicher: Die folgenden Vorstellungen werden, wie die Premiere, vor einem ausverkauften Haus stattfinden. Karten gibt es noch unter www.theaterandervolme.de . Misery - ein Thriller der in dieser Inszenierung packend und begeisternd ist, aber dennoch eine Menge Humor in sich verbirgt. 

(Bericht: Hans Leicher.)

10.11.2011

08.11.2011

07.11.2ß11

06.11.2011

05.11.2011

22.10.2011

Shortcuts - Ein Erlebnis der besonderen Güteklasse
( Ein Bericht von Dietmar Laatsch) - Beeindruckend, mir fehlten zunächst die Worte für das vor die Augen des Publikums gemalte Gesamtwerk durch die Choreografen Nils Christe und Ricardo Fernando. Ungewöhnlich für die Ohren die Musik - aber was durch das Ensemble auf die Bühne gezaubert worden ist, korrespondierte auf außergewöhnliche Weise
Shortcuts - Ein Erlebnis der besonderen Güteklasse

mit z.B. der zeitgenössischen Musik von Görecki oder auch den japanisch daherkommenden Klängen zu „­Drumming and Voices“. Während das recht sachkundige Publikum zunächst „Präludium zu einem Requiem“ und „Kleines Requiem“ auf sich einwirken ließ, gab es bei „­Drumming and Voices“ gar Szenenapplaus und am Schluss Standing Ovations.

Was die Tänzerinnen und Tänzer darboten, war atemberaubend ästhetisch, kraftvoll, anmutig, energiegeladen, explosiv, erotisch oder einfach mit- und hinreißend. Das war Ballett in höchster Präzision. Wunderbar auch das Spiel mit dem Licht, das die atemberaubende Präsentation jederzeit wirkungsvoll untermalte. Aus vielen Nationen kommen sie die Akteure aber auf der Bühne sprechen sie die eine Sprache des Tanzes perfekt miteinander. Es war ein Hochgenuss und die Vorfreude auf weitere Abende stellte sich nach diesem Erleben ein.

Radio58 hat einige Publikumsmeinungen für Sie einfangen (klick und hier hören)

Für ein besonderes Ballett-Erlebnis sorgten: Noemi Martone, Leszek Januszewski, Hayley Macri, Andre Baeta, Matt Williams, Giulia Fabris, Yoko Furihata, Vladimir de Freitas, Marcelo Moraes, Carolinne de Oliveira, Lara Lioi, Peter Matkaicsek, Huy Tien Tran, Daria Catela.

Ulla Berns und ihr Team der Ballettfreunde Hagen waren schon vorher in Feststimmung. Seit 2007 engagieren sie sich für das Ballett und auch dieser Abend ist dann sicher wieder mehr als eine Belohnung und Bestätigung des ehrenamtlichen Engagements.

Mit Ulla Berns über die Förderarbeit für das Ballett sprach Dietmar Laatsch für Radio58 (klick und hier hören)

(Foto: Stefan Kühle)

21.10.2011

Nicht nur ganz Dahl war auf den Beinen (Interview mit Dipl.-Ingenieur Heinrich Schwakopf)
(Ein Bericht von Dietmar Laatsch) Ganz Dahl war auf den Beinen zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses. Die Vereine vor Ort und natürlich die Prominenz, allen voran, Hagens OB Jörg Dehm.
Nicht nur ganz Dahl war auf den Beinen (Interview mit Dipl.-Ingenieur Heinrich Schwakopf)

Durch das Programm führte gut gelaunt Hagens oberster Feuerwehrmann Horst Wisotzki. Nach offiziellen Worten und der symbolischen Schlüsselübergabe war Gelegenheit sich das neue Heim der Dahler Feuerwehr einmal unter sehr fachkundiger Führung anzuschauen. Dipl.-Ingenieur Heinrich Schwakopf gab bereitwillig Auskunft.

Dipl.-Ingenieur Heinrich Schwakopf mit unserem Kollegen Dietmar Laatsch im Radio58-Gespräch (hier hören).

Die Dahler Wehr übernimmt einen Neubau der, als nun dritter Baustein, im Gesamtkonzept der Hagener Feuerwehr pünktlich und im Rahmen der veranschlagten Kosten erstellt worden ist. Platz ist für 5 Fahrzeuge, natürlich auch für die Aktiven und die Jugendfeuerwehr. Der Bau ist energetisch auf dem aktuellen Stand und verfügt über ausreichend Raum für die Verwaltung, Schulung und Umkleidebereiche. Funktion muss nicht hässlich daherkommen, das neue Haus bindet sich gut in die Ortsstrukturen ein. Örtliche Besonderheiten waren eine besondere Aufgabe für das Architekturbüro Meininghaus, Schwakopf und Partner. So wurde auch baulich eine mögliche Überflutung berücksichtigt.

Schnell vor Ort ist die Feuerwehr auch durch eine optimale Anbindung an die B54.

Für den Bau dieser sinnvollen Investition konnten Mittel aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden.

(Foto: Dietmar Laatsch)

20.10.2011

19.10.2011

Osthaus-Museum erhält Schenkung aus Privatbesitz (Interview mit Dr. Birgit Schulte)
Das Osthaus Museum Hagen erhielt ein GEMÄLDE VON CHRISTIAN ROHLFS ALS SCHENKUNG aus Privatbesitz.

Es handelt sich um das Bild "Friedhof in Weimar" aus dem Jahr 1909. Als Neuzugang füllt das Gemälde eine Lücke im Bestand des Osthaus Museums, das rund 700 Werke, darunter knapp dreißig Gemälde auf Leinwand, von Christian Rohlfs besitzt.

Als zweite schöne Nachricht aus dem Osthaus Museum kann das Museum über das neue CHRISTIAN ROHLFS ARCHIV AM OSTHAUS MUSEUM HAGEN berichten. Das Osthaus Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers. Um der Verantwortung für das Werk von Christian Rohlfs gerecht werden zu können, wurde im Mai 2011 das CHRISTIAN ROHLFS ARCHIVS gegründet, das an das Osthaus Museum angegliedert ist. Neben der wissenschaftlichen Arbeit werden auch Gutachter-Tätigkeiten durch ein eigens gebildetes Gremium ausgeführt, das Expertisen und Echtheitsbestätigungen zum Werk von Christian Rohlfs erstellt.

Mit Dr. Birgit Schulte sprach Dietmar Laatsch

Gar nicht krank, ist auch nicht gesund! - Premiere im Theater an der Volme
(laa) Kaum hatte es begonnen, schon war Schluss! So jedenfalls kam es den Zuschauern vor die einen ausgesprochen kurzweiligen Abend im "Theater an der Volme" erleben durften. Dario Weberg als Karl Valentin und Indra Janorschke als Liesl Karlstadt überzeugten in ihren Rollen.
Gar nicht krank, ist auch nicht gesund! - Premiere im Theater an der Volme

Dabei ist es nicht einmal einfach, dem "Urvater des Humors" gerecht zu werden. Aber sowohl den sprachlichen Witz als auch die ausgesprochen chaotische Komik dieses Künstlers brachten die beiden dann gut rüber. Die Zuschauer waren begeistert, wenngleich dieser bodenständige ­Urwitz mit seinen wirren Gedankengängen schon die ganze Aufmerksamkeit einforderte. Das kleine, beschauliche, familiär wirkende Ambiente tat sein übriges zu einem gemütlichen, rundum schönen Abend. Es lohnt sich, einen Ausflug in dieses kleine Theater zu machen.Für den Preis, der zu entrichten ist, wird einiges an Service und großer Kunst geboten. Kein Wunder, denn das Ensemble ist ja schon länger auf den Brettern, die ihre Welt bedeuten. Sie sind echte Profis, die aber noch immer mit einer spürbaren Begeisterung spielen und nirgendwo kann das besser festgestellt werden, als in dieser fast intimen Atmosphäre.

Mit Dario Weberg über Karl Valentin sprach Dietmar Laatsch für Radio58.de (hier hören)

(Foto: Dietmar Laatsch)

19.10.2011

OB Jörg Dehm sieht seine Auffassung bestätigt: Düsseldorfer Landtag gibt grünes Licht für Namenszusätze auf Ortsschildern
„Dieses ist eine wirklich gute Entscheidung ganz im Sinne der Städte und Gemeinden und es zeigt, dass wir hier in Hagen schon vor rund eineinhalb Jahren mit unserer Einschätzung offensichtlich richtig gelegen haben!“

Mit diesen Worten hat Hagens Oberbürgermeister Jörg Dehm hoch erfreut eine Entscheidung des Landtags in Düsseldorf kommentiert, der am Mittwoch (19. Oktober) einstimmig grünes Licht für das Führen von Namenszusätzen auf Ortsschildern gegeben hat.

OB Dehm hatte mit seinem zuvor seitens der Landes­regierung öffentlich gerügten Vorstoß, Hagen als „Stadt der FernUniversität“ auf den Ortsschildern auszuflag­gen, den entscheidenden Impuls für eine entspre­chende Gesetzes­initiative der CDU-Landtagsfraktion gegeben.

„Es ist überaus erfreulich und in der Sache mehr als angemessen, dass mit dem jetzt verabschiedeten Gesetz Kommunen die Möglichkeit offen steht, mit Zusätzen auf ihren Ortsschildern zum Beispiel – wie in unserem Fall – auf eine bundesweit so bedeutende Einrichtung wie die FernUniversität hinzuweisen“, so der Hagener Oberbürger­meister. „Mit derart herausragenden Alleinstellungsmerk­malen muss man sich als Stadt doch nicht verstecken!“

Welchen Zusatz die Hagener Ortstafeln künftig tragen werden – der alte Hinweis „Stadt der FernUniversität“ musste in diesem Sommer auf Druck der Landesregierung beseitigt werden – soll nach genauer Prüfung des neuen Gesetzestextes festgelegt werden. Oberbürger­meister Jörg Dehm ist sicher, dass es abermals eine überwältigende Mehrheit im Rat der Stadt geben wird, die sich in Sachen Namenszusatz öffentlich zum Universitätsstandort Hagen bekennen wird.

18.10.2011

17.10.2011

12.10.2011

08.10.2011

28.09.2011

27.09.2011

26.09.2011

24.09.2011

23.092011

21.09.2011

19.09.2011

18.09.2011

12.09.2011

11.09.2011

01.09.2011


09.07.2011

Stars & Friends, Kinderlachen und Sonnenschein zum 100-Jährigen der TSG 1911 Herdecke
(Radio58) Mit einem bunten Programm, vielen Freunden und Besuchern aus der Region und einem großen Aufgebot an Prominenten feierte die TSG 1911 Herdecke an diesem Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen in der Sportanlage Bleichstein.

Stars & Friends, Kinderlachen und Sonnenschein zum 100-Jährigen der TSG 1911 Herdecke

Höhepunkte waren unter anderem das Kinderanimationsprogramm von "Kinderlachen"-Botschafterin Nika Krosny, Matthias Kartner und nicht zuletzt das Benefizspiel der Promi-Auswahl "Stars & Friends" vonKinderlachen e.V. gegen eine Auswahl von Vertretern aus Herdecke und Sponsoren der TSG 1911. Allein zum Benefizspiel fanden sich über 750 Besucherinnen und Besucher auf der Sportanlage am Bleichstein ein. Mit guter Laune und Musik wurde bei bestem Wetter bis in die Nacht gefeiert.

Mehr dazu, mit vielen Impressionen und Interviews, gibt es in dieser Woche hier im laufenden Radio58-Programm.

Bilder finden Sie hier.

19.06.2011

Hagener Atom-Gegner mahnen unermüdlich weiter (Interview mit Miriam Kleemann-Adolphs)

 
(Radio58 / HL.) Zugegeben, die Hagener Anti-Atom-Mahnwachen haben hinsichtlich der Beteiligung von Aktivisten und Solidarität bekundenden Bürgerinnen und Bürgern schon bessere Zeiten erlebt. Und dennoch mahnen sie aus ihrer Überzeugung zur Sache ständig weiter.

So auch an diesem Montag (20. Juni) auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz. Noch immer sehen sie den dringenden Bedarf, auf einen schnellen Atomausstieg zu drängen und die Mitbürgerinnen und Mitbürger über dessen Notwendigkeit zu informieren. Zudem erreichen uns noch immer täglich neue Nachrichten aus Japan, die nicht gerade von einer Entspannung der atomaren Katastrophe handeln. Aus Sicht der verschiedenen Hagener Initiativen, auf diese Meldungen hinzuweisen, da diese wiederum immer mehr im täglichen Gewirr der Nachrichten und Geschehnisse unterzugehen drohen. Außerdem sammelt das Bündnis derzeit Unterschriften von Bürgern.

Initiatorin Miriam Kleemann-Adolphs dazu im Radio58-Gespräch hier hören

29.05.2011

„Bitte schaut nicht weg!“
Hagener Kundgebung gegen Kindesmissbrauch stellt auch klare Forderungen an die Politik

(Radio58 / HL.) Zuspruch aus dem ganzen Land fand an diesem Samstag die mittlerweile zweite Kundgebung gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz. Selbst aus Nürnberg, dem Saarland und der Pfalz waren Menschen angereist um die Aktion des Hageners Bodie Henryk Ambrusch zu unterstützen, um sich selbst für ihre Meinung und Erfahrungen zu öffnen und dazu aufzurufen, hinsichtlich des täglich stattfindenden sexuellen Missbrauchs das Schweigen zu brechen.

„Das Schweigen brechen“, war auch das Motto der diesjährigen Kundgebung die im Vorfeld mit einigen Schwierigkeiten der Realisierung zu kämpfen hatte, letztlich aber ihren guten Verlauf fand. Initiator Bodie Henryk Ambrusch finanziert diese Veranstaltungen aus eigener Tasche, obwohl er selbst, nach eigenen Worten, als Frührentner von der Grundsicherung lebt. Bis zum Freitagabend hatte sich noch kein Sponsor für die Bühnentechnik gefunden. „Das ist mir egal, ich stelle mich auch auf Paletten, um den Menschen die Augen zu öffnen“, hatte Ambrusch im Vorfeld angekündigt und damit unterstrichen, wie wichtig ihm – als selbst Missbrauchsopfer - diese Kundgebung ist. Glück kurz vor Toresschluss: Aufgrund die vielfältigen Aufrufe fand sich am Freitagabend noch ein Sponsor, der finanzielle Mittel für eine Bühne bereit stellte. Zwar reichte der Betrag nicht für eine, wie geplant, große Bühne, dennoch konnte die Veranstaltung damit in einem vernünftigen Rahmen stattfinden, wenn auch die angekündigte Band aufgrund der geringen Bühnengröße nicht auftreten konnte. Das was Ambrusch am Herzen lag, konnte er trotzdem realisieren: Die Augen zu öffnen und über den noch all zu oft als Tabuthema abgetanen sexuellen Missbrauch zu informieren. Gemeinsam mit vielen Menschen zeigte man nicht nur thematisch Stärke. Am Samstagmittag wurde die Bühne leider an einer Stelle aufgebaut, die Möglichkeit der Stromversorgung bot. Unter Zeitdruck wurde dann mit vereinter Muskelkraft die gesamte, aufgebaute Bühne quer über den Friedrich-Ebert-Platz zu ihrem neuen Standort getragen.

Nach einer ergreifenden Begrüßung durch Bodie Henryk Ambrusch startete die Kundgebung mit einer Schweigeminute für alle Opfer des sexuellen Kindesmissbrauchs. Es ist sicherlich nicht leicht für die Opfer, über das zu sprechen, was ihnen widerfahren ist. Erst recht nicht in der Öffentlichkeit, auf einem großen und belebten Platz und vor hunderten von Menschen. Dennoch erreichte Amrusch sein Ziel, zu dem er immer wieder in verschiedenen Internet-Communities aufruft: nicht über das, was geschehen ist zu schweigen. So fanden doch einige Betroffene auf die Bühne. Sie fanden unter dem Respekt des Publikums die Kraft und die Haltung, über sich zu sprechen und ihre Forderungen zu stellen aber auch Bodie Henryk Amrusch zu danken, der vielen Opfern Mut macht.

Mit dabei am Samstag auch Vertreter einiger Vereine, die sich nicht nur für Opfer des sexuellen Missbrauchs einsetzen, sondern auch mit ihren klaren Forderungen auf die Politik und die derzeitige Rechtssituation einwirken wollen. Immer wieder die Forderung an die Gesellschaft, nicht weg zu schauen und dort einzuschreiten, wo in dieser Hinsicht dringend Hilfe geboten ist. Klare Forderungen aber auch an die Politik, den Gesetzeshütern bessere und erweiterte Kompetenzen einzuräumen, für verschärfte Strafmaße gegenüber den Tätern zu sorgen und den Schutz für die Kinder zu verbessern.

Originaltöne von der Bühne hier hören (klick)

Auch aus verschiedenen Regionen angereist: Mitglieder (in Biker-Sprache „Member“) des B.A.C.A.A. e.V.. Einer Vereinigung von Bikern in der gesamten Bundesrepublik, die sich aktiv in vielfältiger Hinsicht für Opfer sexuellen Missbrauchs einsetzt, aber auch aktiv Prävention betreibt. Die Mitglieder müssen vor ihrer Aufnahme ein lupenreines erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und sich dazu verpflichten, jährlich eine Schulung über die Betreuung von Missbrauchsopfern zu durchlaufen. Auch finanziell setzt sich der Verein für bedürftige Opfer und Hilfsinstitutionen ein.

Th. Brauckmann, Pressesprecher des B.A.C.A.A. e.V., dazu im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Aus der Pfalz angereist: Der Künstler Dieter Jonas mit der gesamten Familie. Jonas wollte es sich nicht nehmen lassen, seine Bilder selbst an die Volme zu bringen, die er der aktuellen Aktion unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jörg Dehm zur Verfügung stellt. Die Ausstellung im Rathaus an der Volme läuft noch bis zum 4. Juni und besteht aus vielen interessanten und aufwändigen Werken von verschiedenen Künstlern aus ganz Deutschland. Die Bilder können im Rathaus an der Volme gekauft werden; die Gelder kommen zu 100 % dem Frauenhaus in Hagen-Hohenlimburg zugute. Aber auch Dieter Jonas war nicht nur zum Überbringen seiner Werke nach Hagen gereist. Auch er wollte der Kundgebung seine Stimme geben. Zudem gab er spontane musikalische Einlagen.

Dieter Jonas im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Aus Nürnberg angereist: Der Künstler Axel Flitsch, der bereits am vergangenen Montag mit seinen Werken die Ausstellung im Hagener Rathaus an der Volme eröffnete. Auch Flitsch ließ es sich nicht nehmen, seine Meinungen und Forderungen zu diesem brisanten Themen öffentlich zu bekunden.

Schafften es nach Auskunft von Bodie Henryk Ambrusch bei der ersten Kundgebung im vergangenen Jahr gerade einmal 50 Menschen vor die Bühne, konnte er sich an diesem Samstag mindestens um eine Steigerung von 100 % freuen. Wohlgemerkt nur im direkten Bühnenbereich. Nicht mitgerechnet die vielen Menschen die während des Samstageinkaufs immer wieder einige Zeit verweilten und die vielen Menschen vor den Café auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Insgesamt eine durchaus friedlich aber ausdrucksvolle Kundgebung, die in so manchen Menschen einiges bewegt haben dürfte.

Bodie Henryk Ambrusch und eine Teilnehmerin aus dem Saarland zur Kundgebung im Radio58-Gespräch hier hören (klick).

Bilder finden Sie hier (klick)

23.05.2011

"Das Schweigen brechen!"
Eine Vereinigung von Künstlern um den Aktions-Initiator Bodie Henryk Ambrusch aus Hagen, will am Samstag mit einer Kundgebung das Schweigen um den Kindesmissbrauch brechen und unterstützt mit eigenen Werken das Frauenhaus in Hohenlimburg.

(Radio58 / HL.) Bereits seit Montag (23. Mai) haben der Hagener Künstler Bodie Henryk Ambrusch und sein Nürnberger Mitstreiter Axel Flitsch im Hagener Rathaus an der Volme Bilder installiert. Sie sollen die Augen öffnen, das Schweigen um den sexuellen Kindesmißbrauch brechen und zugleich helfen. Denn sie sind von jedermann zu erwerben. Der Erlös geht zu 100 % an das Frauenhaus in Hohenlimburg. Die Schirmherrschaft für die Aktion hat Oberbürgermeister Jörg Dehm übernommen. Neben den genannten Künstlern stammen die Bilder zudem von Peter H. Kalb aus Nürnberg und Dieter Jonas aus Freinsheim.

Bodie Henryk Ambrusch dazu im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Axel Flitsch dazu im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Die Ausstellung ist auch verbunden mit der zweiten Kundgebung gegen sexuellen Missbrauch an diesem Samstag den 28.05 2011 in 58095 Hagen auf dem Friedrich Ebert Platz ab 13 :00 Uhr.

Thema der Kundgebung in diesem Jahr: "Das Schweigen Brechen - Freiheit Allen Gefangenen Seelen - Sexueller Missbrauch darf kein Tabuthema sein -

Mehr zur Ausstellung und zur Kundgebung erfahren Sie in einem Radio58-Spezial um 12:30 Uhr, 16:30 Uhr, 20:30 Uhr, 00:30 Uhr, 04:30 Uhr und 08:30 Uhr hier bei Radio58.

Bühnensponsoren dringend gesucht!

Bodie Henryk Ambrusch finanziert die gesamte Kundgebung aus eigener Tasche und sucht noch dringend Sponsoren, die die Kosten für eine Veranstaltungsbühne am Samstag auf dem Friedrich-Ebert-Platz finanzieren. Menschen die helfen wollen wenden sich direkt an ambrusch@hotmail.de .


23.05.2011

Jugendamt. Unterstützung, die ankommt!

Gerd Steuber vom Hagener Fachbereich "Jugend und Soziales" zu der Kampagne im Radio58-Gespräch

„Jugendamt. Unterstützung, die ankommt!“ - unter diesem Motto steht eine bundesweite Kampagne, an der sich das Jugendamt der Stadt Hagen am Samstag in der Volme Galerie mit einem kurzweiligen Programm beteiligt hat. Mit Informationsständen und Interviews stellten die Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend und Soziales ausgewählte Arbeitsbereiche aus dem Alltag der Jugendhilfe vor: Bildung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege, Familienzentren, Pflegekinderdienst, Adoption, Drogenhilfe, Jugendarbeit, Familienberatung, Integration, Sprachförderung, Jugendgerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich, Jugendberufshilfe, Allgemeiner Sozialer Dienst, Kinderschutz, Tagesmutter. Daneben bot sich Gelegenheit zum Austausch zu Fragestellungen wie „Wie werde ich Tagesmutter“? oder „Wie kann ich ein Kind in Pflege nehmen?“. Großer Andrang herrschte immer dann, wenn Kinder auf der Bühne aus den Kindertageseinrichtungen Tondernstraße und Emst ihre Tänze und Lieder boten oder Jugendliche aus dem Kultopia und dem Jugendzentrum Emst ihre Tanzbeiträge präsentierten. Oberbürgermeister Jörg Dehm und Jugendhilfedezernent Dr. Christian Schmidt bedankten sich ebenso wie der Jugendhilfeausschussvorsitzende Wilhelm Strüwer bei den Mitarbeitern und wiesen darauf hin, dass Kinder-, Jugend- und Familienpolitik ein ganz wichtiger Bestandteil der städtischen Arbeit sind. Familien werden durch ein breit gefächertes Netz an Einrichtungen, Beratungen und Dienstleistungen in Hagen begleitet. Hagen ist eine familienfreundliche Stadt! Werner Hahn vom Jugendtheater Lutz simulierte ein Bewerbungsgespräch und gab Tipps für Körpersprache, Bernd Kruel, Fabian Gentgen und Thomas Haensel vom Basketballbundesligisten Phoenix Hagen stellten den Bezug zum Thema Jugend und Sport her. Die JuCop Ballentin von der Polizei Hagen und der Berufsberater Wasmuth von der Bundesagentur waren weitere Kooperationspartner, die ebenfalls bemüht waren, die vielschichtige Arbeit der Jugendhilfe in einer größeren Öffentlichkeit darzustellen und mit dazu beigetragen haben, dass die täglichen Angebote in Hagen ein wenig bekannter geworden sind.

Bilder finden Sie hier (klick)

20.05.2011

22 Hagener Unternehmen finanzieren neuen Theatertransporter

(Radio58 / HL.) Wer hinter die Kulissen des theaterhagen sieht begreift schnell, dass der tägliche Theaterbetrieb auch oft eine logistische Problematik darstellt. Ein eigener Fuhrpark von Kleinbussen und Transporten ist da unverzichtbar. So stand auch in diesem Jahr wieder die Neuanschaffung eines neuen Kleintransporters an. Eine Investition, die aufgrund der finanziellen Gesamtsituation nicht leicht zu bewerkstelligen ist. Seit Jahren arbeitet deshalb das theaterhagen in diesem Bereich mit Sponsoren zu sammen. Auch für den neuen Transporter fanden sich 22 Hagener Unternehmen als Sponsoren. "Sponsoring ist eine Sache die auf beiderseitigem Geben und Nehmen beruht", erklärte theaterhagen-Marketigchef Jürgen Pottebaum in einer kleinen Feierstunde zur Einweihung des neuen Transporters, zu der alle Sponsoren eingeladen waren. So fährt der eigentlich weiße aber nun kunterbunte Theatertransporter ab sofort für diese Firmen als Werbeträger durch die Region. Das theaterhagen bedankte sich bei den Unterstützern zudem jeweils mit einer Urkunde, einem Sektempfang und, sofern die Unternehmen das wollten, mit theaterkarten für eine Vorstellung. Pottebaum wies in seiner Rede zudem auf das immer größer werdende Interesse und die damit verbundene Bedeutung des Kultursponsorings hin. Ein Aspekt der in Zukunft aufgrund der immer knapper werdenden öffentlichen Mittel für kulturelle Einrichtungen immer wichtiger werden dürfte.


13.05.2011

Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehaus in Hagen-Dahl

Ein Bericht von F. Schaumann

Nach nur 8 Monaten Bauzeit hat die GWH am Freitag, den 13.Mai 2011 um 16 Uhr alle Bauschaffende und Feuerwehrangehörige nach Dahl zum Richtfest des neuen Gerätehauses eingeladen.
Am Ortseingang ist ein stattliches Gebäude mit 5 Stellplätzen zur Sicherstellung und Verbesserung des Brand- und Rettungsschutzes entstanden. In knappen Worten begrüßte Ltd. Branddirektor Horst Wisotzki die zahlreichen Gäste und führte den Werdegang des Objektes aus bevor OB Dehm das ergänzte.

Gemeinsam kletterte man auf das Baugerüst um mit dem Zimmermann den obligatorischen „letzten Nagel“ in das Dachgebälk einzuschlagen. In gemütlicher Runde klang der Festakt mit einem Wiedersehen bei der Einweihung aus.

Das Gerätehaus Dahl - der Richtspruch wird vom Zimmermann vorgetragen. Von li. Fotograf Richard Holtschmidt, stell. Amtsleiter Bf Heinz Jäger, Ltd. Branddirektor Horst Wisotzki, Bezirksbürgermeister Süd, Dahm OB Dehm, LGF Dahl Thomas Nagel, Zimmermann als Vertreter der Bauschaffenden (Bericht, Bilder F. Schaumann)

13.05.2011

Lebensrettung – Auch ein Kampf gegen Nichtwissen und Ignoranz



Feuerwehrleute klären am Freitag dem 13. auf

(Radio58 / HL.) „Personen bei Wohnungsbrand verletzt.“ Woran denken Sie bei dieser Meldung, die leider schon lange zu den täglichen, wenn nicht stündlichen, Nachrichten gehört? Schwere Brandverletzungen? Auf der Flucht vor dem Feuer die Beherrschung verloren und gestürzt? Aus Panik aus dem Fenster gesprungen? OK, wir könnten die Szenarien hier noch bis ins Schwärzeste steigern. Wollen wir aber nicht. Und das wollen die Feuerwehrleute auch nicht. Die freuen sich nämlich über jeden Einsatz, der nicht „gefahren werden muss“ oder über jeden Einsatz, der glimpflich ausgeht. Deshalb gibt es einen fast makaber anmutenden Termin, an dem die Feuerwehren im ganzen Land auf ein wichtiges elektronisches Assecoire aufmerksam machen, das in keinem Haus und keiner Wohnung fehlen sollte und in manch anderen Ländern schon Pflicht ist; den Rauchmelder. „Freitag der 13. kann Ihr Glückstag sein“, propagieren es die Feuerwehren seit Jahren. Kann! Wenn sich immer mehr Menschen, auch ohne gesetzliche Pflicht, dazu entscheiden endlich in den eigenen Wänden Rauchmelder zu installieren. Denn die Hauptgefahr bei einem Brand liegt nicht, wie allgemein verbreitet, im Feuer an sich sondern im Rauch(gas); insbesondere in der Nacht, wenn wir schlafen. Der Rauch weckt und nicht, er lässt uns (wie eine Narkose) noch tiefer schlafen; bis in den Tod. Das Installieren von Rauchmeldern ist kein großes Unterfangen. Die elektronischen, niemals ruhenden, Schnüffler gibt es schon für kleines Geld im Handel und sind schnell ohne große handwerkliche Fähigkeiten angebracht. Und sollte es dennoch einmal Beratungsbedarf geben, so ist die örtliche Feuerwehr oder Fachhandel gerne gesprächsbereit.

Der Hagener Brandschutzerzieher, Hauptbrandmeister Benno Herbst, dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Hauptbrandmeister Benno Herbst erreichen Sie übrigens wochentags für Ihre persönlichen (fachlichen) Fragen unter der Rufnummer 02331/3741216.

Vielleicht nutzen Sie also dieses Wochenende, um sich im Baumarkt oder Fachhandel die kleinen Lebensretter zu besorgen und diese zu installieren. Die Fachleute sind sich einig: „Man schläft damit einfach noch ruhiger und vor allem sicherer.“

So ein „Tag der Rauchmelder“ organisiert sich nicht allein und es sind Menschen gefragt, die uns alle vor dem Schlimmsten bewahren wollen. Damit waren an diesem Freitag Berufsfeuerwehrleute auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz, die sich trotz der widrigen Beförderungsumstände und den damit verbundenen Einkommensverlusten außerhalb ihrer regulären Dienstzeiten für die Sicherheit der Menschen in der Region einsetzten (wir berichteten). Aber auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hagen waren aktiv im Einsatz; nicht ohne persönliche Entbehrungen.

Brandamtmann Ralf Blumenthal von der Feuerwehr Hagen und zugleich 1. Vorsitzender des Hagener Stadtfeuerwehrverbandes dazu im Radio58-Gespräch.

Einige Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Hagen suchen noch Nachwuchs. Auch Frauen und Mitbürger mit Migranten-Hintergrund sind herzlich willkommen. Interesse? Dann melden Sie sich doch einfach einmal wochentags bei Brandamtmann Ralf Blumenthal unter der Rufnummer: 02331/3741111.

Weitere Bilder finden Sie hier.

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13.05.2011

Hagener Berufsfeuerwehrleute eiskalt im Regen stehen gelassen!



(Radio58 / HL.) Von wegen Freitag der 13. … Die schlechte Nachricht aus Düsseldorf erreichte die Hagener Berufsfeuerwehrleute bereits am Donnerstag dem 12. Mai. Und die war, aufgrund vorausgegangener Versprechungen, nicht nur unerwartet und enttäuschend, sie ist für die Hagener Retter auch hinsichtlich der Motivation vernichtend.

Mehr als zwei Jahre kämpfen über 30 Hagener Berufsfeuerwehrleute auf die ihnen zustehende Beförderung und das ihnen damit zustehende Geld. Immer wieder wurden sie hingehalten. Außer schöner Worte erreichte sie nichts. Dann der Wechsel zu Rot-Grün in Düsseldorf und die Zusage von NRW-Innenminister Ralf Jäger an die Hagener Berufsfeuerwehrleute, eine Beförderung durchzusetzen. Aufatmen und Zuversicht in den Hagener Feuerwachen – bis zu diesem Donnerstag. Der Innenminister zieht sein Versprechen zurück.

Thomas Eckhoff von der Hagener Berufsfeuerwehr dazu im Radio58-Gespräch

Das Versprechen der Hagener Rettungsprofis an die hiesige Bevölkerung: „Wir lassen keinen im Regen stehen und sind weiterhin jederzeit mit vollem Einsatz für Sie da.“

Auch Hagens Leitender Branddirektor Horst Wisotzki zeigt sich tief enttäuscht. Hatte er die Politiker doch erst vor kurzer Zeit bei der Jahreshauptversammlung der Hagener Feuerwehr in der Stadthalle geben: „...ich habe ja nur noch ein paar Monate, deshalb bitte ich sie: Helfen Sie meinen 30 Feuerwehrleuten die auf ihre Beförderung warten, das wäre das schönste Abschiedsgeschenk für mich, danke!“

Hagens Leitender Branddirektor Horst Wisotzki dazu im Radio58-Gespräch

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12.05.2011

In 90 Minuten durch Europa



Die Hagener Europa-Rallye 2011


 

(Radio58 / HL) Sie gehört mittlerweile schon zum festen Programm der Hagener Stadtbücherei und nicht nur dann, wenn an der Volme die Europawochen stattfinden – die Hagener Europa-Rallye. Wer hier „heiße und aufgemotze Schlitten“ und Walter Röhrls Nachfolger vermutet liegt gründlich falsch, denn hier geht es um einen Wissensparkour für europahungrige Kinder und Jugendliche. Organisiert wird das eher ruhig verlaufende Spektakel nicht nur durch das Team der Kinderbücherei unter der Führung von Bibliothekarin Charlotte Lehmann, sondern auch durch das Hagener Europe-Direct-Büro in Hagen. An diesem Donnerstag, dem 12. Mai 2011, war es wieder soweit.

Bibliothekarin Charlotte Lehmann dazu im Radio58-Gespräch

Zusammen mit Hagens Europabeauftragter Regina Blania wird in jedem Jahr ein neuer und aktueller Parkour mit interessanten Spielen, Fragen und Aktivitäten erstellt, den die Kids durchlaufen können. Eröffnet wird die neue Saison traditionell in den jährlich stattfindenden Hagener Europawochen, später haben Schulklassen die Möglichkeit, sich bei Regina Blania oder in der Stadtbücherei zu melden und sich für Vormittag oder Nachmittag in der Hagener Stadtbücherei auf der Springe anzumelden. An verschiedenen Stationen gilt es einiges über Europa zu wissen und (natürlich) zu erfahren und die lernen. An jeder Station gibt es „Schoko-Euros“, die werden am Ende zusammengezählt und somit die Gewinner ermittelt. Unterm Strich gibt es aber – sonst würde es ja auch keinen Spaß machen – keine Verlierer.

Hagens Europabeauftragte Regina Blania dazu im Radio58-Gespräch

Gewinner sind nicht nur die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Noch immer gilt es für uns alle, viel mehr von dem Europa zu erfahren in dem wir leben. Noch immer ist es doch so nah, aber für viele Menschen noch so fern, unser Europa. Da tut es gut, wenn das Europa-Verständnis schon in der Generation beginnt, der sich durch das spannende und immer mehr Möglichkeiten bietende Europa immer mehr Zukunftsmöglichkeiten und -perspektiven öffnen.

Einige Teilnehmerinnen im Radio58-Gespräch

Lehrer und Schüler, die sich für ihre eigene Europa-Rallye anmelden möchten, erfahren hier mehr: http://www.europe-direct-hagen.de

Weitere Bilder finden Sie hier.

29.04.2011

Wie jedes Jahr?
Hagener Gewerkschaften sehen diesen 1. Mai für besonders wichtig

(Radio58 / HL.) „Wie jedes Jahr“, sagt der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt gleich zu Beginn der Pressekonferenz zur diesjährigen Kundgebung am 1. Mai. Schmunzelnd sagt er das, denn dieser Sonntag soll keineswegs „business as usual“ werden. Viel zu viele Themen brennen den Gewerkschaftern in der Region unter den Fingern, die (natürlich nicht nur) am 1. Mai auf den Punkt gebracht werden sollen. Faire Löhne, soziale Absicherung, Sicherheit sind zwar lange währende Themen und Forderungen um die die Gewerkschaften eben so lange kämpfen, die aktuellen (nicht nur) politischen Entwicklungen sorgen dafür, dass aus der Sicht der Gewerkschaftler die Alarmglocken schrillen. Sie wollen gerade diesen traditionellen Tag der Arbeit nutzen um die Menschen im Land aufzuklären und sie motivieren etwas zu tun und aufzustehen. Aber auch der schnelle Wechsel zu erneuerbaren Energien steht in diesem Jahr mit auf dem Plan, nicht nur pauschal auf das Land bezogen, sondern fokussiert auf unsere Stadt und Region. „Wir wollen nicht alles schlecht machen“, sagt Jochen Marquardt, „aber wir wollen gemeinsam diskutieren. Auch darüber, wie wir es hinbekommen, dass Gesundheit und Präventionsarbeit in den Betrieben besser greift." Unterm Strich wird es viele Themen geben, die die Kundgebung an diesem Sonntag so bunt und aktuell machen wird wie noch nie. Aber auch in Sachen Veranstaltungsprogramm legt der DGB , im Vergleich zu den Vorjahren, einiges zu:

  • 09:30 Uhr Ökumenische Andacht in der Johanniskirche am Hagener Markt
  • 10:00 Uhr Start des Demozuges auf dem Johanniskirchplatz
  • 10:30 Uhr Kundgebung im Hagener Volkspark
  • Kinder- und Familienprogramm
  • Großes Kinderfest mit den Falken
  • Infomarkt
  • Spaß und Unterhaltung
  • Solidaritätsfest mit internationalem Essen und Trinken und nicht zuletzt
  • Live Musik mit der Gruppe SINNFLUT, die für sich schon eine Vielzahl von Menschen vor die Muschel im Volkspark locken wird.
  • Nicht zu vergessen das Torwandschießen bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer attraktive Karten für die diesjährige FIFA Frauen-Weltmeisterschaft gewinnen können.

Der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt zum diesjährigen 1. Mai im Radio58-Gespräch.

Neben dem DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt wird übrigens auch Superintendent Bernd Becker bei der Kundgebung zum Thema „Sozial gerechte Stadt“ sprechen. Für die Mairede konnte der Hagener DGB Antonia Kühn gewinnen. Kühn war Landesjugendsekretärin des DGB NRW und ist nun im Bereich Hochschule und Wissenschaft des DGB zuhause.

Aber auch die DGB-Jugend macht an diesem Sonntag mehr als in den Vorjahren auf sich und ihre Belange aufmerksam: Während des Demozugs durch die Fußgängerzone wird es einen eigenen Jugendblock geben und der wird einiges an Überrraschungen bieten.

Tim Ackermann vom DGB dazu im Radio58-Gespräch.

„Wir werden den Druck aus Hagen und allen Städten des Ruhrgebiets auf Berlin erhöhen“, ist sich Jochen Marquardt sicher. Nicht nur das angekündigt trockene Wetter, auch die derzeitigen Brisanzthemen, die in vielen Menschen gähren, werden wohl an diesem Sonntag für eine große Beteiligung an der Kundgebung im Hagener Volkspark sorgen.

28.04.2011

"Kinder brauchen Liebe"

Überwältigende Bilanz beim Kindermalwettbewerb zum Internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April.

(Radio58 / HL.) Gehofft hatten sie schon auf eine große Resonanz in Form von vielen teilnehmenden Kindern - die Organisatoren des diesjährigen Kindermalwettbewerbs zum Internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung an diesem Samstag, dem 30. April. Das Ergebnis, die vielen eingesendeten Bilder, ließ alle aber bei der Präsentation an diesem Donnerstag noch glücklicher blicken. 80 Bilder aus neun teilnehmenden Schulen haben den Hagener Kinderschutzbund erreicht, aber nicht nur den. So freut sich Christa Burghardt vom Hagener Kinderschutzbund über eine Kooperation aller Kinderrechtsbewegungen zu diesem Anlaß. Die Spanne der Bildergestaltung und -themen reicht von "schlicht aber eindrucksvoll" bis "sehr detailliert". Viele Wünsche der Kinder finden sich in den Bildern ebenso wieder, wie auch der Dank an die Eltern und teilweise insbesondere an die Väter. Sogar ein kleiner aufklärender Comic ist dabei. Zu bewundern sind die Bilder ab sofort an den Fenstern im Mehrgenerationenhaus - Ein Haus für Kinder - an der Hagener Potthoffstraße. Ein Besuch lohnt sich durchaus. Und die jungen Künstler: Die erwartet alle eine umfangreiche Dankeschön-Aktion beim Kinderschutzbund und im Allerwelthaus in Hagen. Christa Burghardt vom Hagener Kinderschutzbund dazu im Radio58-Gespräch hier hören. Anne-Marie a Campo, Leiterin der unicef in Hagen dazu im Radio58-Gespräch hier hören. Weitere Bilder hier. Mehr dazu im ´laufenden Radio58-Programm.


Frauen Kreisliga: Westfalia Hagen holt "den Pott"
(Radio58 / HL.) Vor rund 150 Gästen in der Bezirkssportanlage Hagen-Haspe siegten an diesem Ostermontag die Frauen von Westfalia Hagen gegen Eintracht Hohenlimburg mit einem 2:1 und holten damit im Endspiel der Frauen-Kreisliga den Pott.

Westfalia Hagen-Trainer Martin Riesner nach dem Spiel im Radio58-Gespräch.

Westfalia Hagen-Spielerin Nadja Wachenfeld nach dem Spiel im Radio58-Gespräch.

Mehr zum Spiel auf unserer Partnerseite www.mff-nrw.de

Weitere Bilder hier

Die Radio58-Reportage
(Radio58 / HL.) „Personen bei Wohnungsbrand verletzt.“ Woran denken Sie bei dieser Meldung, die leider schon lange zu den täglichen, wenn nicht stündlichen, Nachrichten gehört? Schwere Brandverletzungen? Auf der Flucht vor dem Feuer die Beherrschung verloren und gestürzt? Aus Panik aus dem Fenster gesprungen? OK, wir könnten die Szenarien hier noch bis ins Schwärzeste steigern. Wollen wir aber nicht. Und das wollen die Feuerwehrleute auch nicht. Die freuen sich nämlich über jeden Einsatz, der nicht „gefahren werden muss“ oder über jeden Einsatz, der glimpflich ausgeht. Deshalb gibt es einen fast makaber anmutenden Termin, an dem die Feuerwehren im ganzen Land auf ein wichtiges elektronisches Assecoire aufmerksam machen, das in keinem Haus und keiner Wohnung fehlen sollte und in manch anderen Ländern schon Pflicht ist; den Rauchmelder. „Freitag der 13. kann Ihr Glückstag sein“, propagieren es die Feuerwehren seit Jahren. Kann! Wenn sich immer mehr Menschen, auch ohne gesetzliche Pflicht, dazu entscheiden endlich in den eigenen Wänden Rauchmelder zu installieren. Denn die Hauptgefahr bei einem Brand liegt nicht, wie allgemein verbreitet, im Feuer an sich sondern im Rauch(gas); insbesondere in der Nacht, wenn wir schlafen. Der Rauch weckt und nicht, er lässt uns (wie eine Narkose) noch tiefer schlafen; bis in den Tod. Das Installieren von Rauchmeldern ist kein großes Unterfangen. Die elektronischen, niemals ruhenden, Schnüffler gibt es schon für kleines Geld im Handel und sind schnell ohne große handwerkliche Fähigkeiten angebracht. Und sollte es dennoch einmal Beratungsbedarf geben, so ist die örtliche Feuerwehr oder Fachhandel gerne gesprächsbereit.



Hagener "Condomobil" sucht Versicherungspaten
(Radio58 / HL.) Manchmal geht es schon verrückt zu, in unserer Welt. Die Tücke steckt oft im Detail und gute Ideen drohen - wie in diesem Fall - an 300 Euro zu scheitern.

Konkret geht es um das neue Hagener "Condomobil". Das wiederum soll der AIDS-Hilfe in Hagen ab dieser Jaheresmitte zur Verfügung stehen. Das Piaggio-Dreirad soll nicht nur bunt beschriftet werden, es erfüllt dann auch Aufgaben die die Arbeit der Hagener AIDS-Hilfe noch flexibler machen: Es dient als Transportmittel für all das, was bei öffentlichen Aktionen in der Stadt und bei Veranstaltungen benötigt wird, es wird ein Eye-Catcher bei Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen sein und vieles mehr. Auch die sogenannte "Zerleg-Bar" der AIDS-Hilfe, an der während Präventionsaktionen contra Alkohol und Komasaufen alkoholfreie Getränke an Jugendliche verteilt werden sollen, findet darin Platz. Insgesamt hat die Hagener AIDS-Hilfe mit dem "Condomobil" viel mehr Möglichkeiten, Menschen direkt vor Ort anzusprechen. Schließlich leistet sie damit in Hagen und der Region wichtige Aufklärungsarbeit - nicht nur wenn es um den Schutz vor HIV-Infektion geht.

Alles schien bis zum Anfang dieser Woche in tockenen Tüchern. Das Dreirad ist mehr oder minder schon auf dem Weg zur AIDS-Hilfe, das sein Domizil an der Hagener Körnerstraße hat. Rund 6.000 Euro kostet es und wird durch Sponsoren finanziert. Diese aber fordern eine Vollkasko-Versicherung, für den Fall der Fälle. Die wiederum kostet jährlich ca. 300 Euro, die die AIDS-Hilfe in Hagen aufgrund des ständig engen Budgets nicht alleine aufbringen kann.

Die Hagener AIDShilfe sucht daher dringend einen oder mehrere "Versicherungspaten", die als Spender bzw. Sponsoren für diese Versicherung einspringen. Ein - vergleichsweise - geringer Betrag von 300 Euro, mit dem wichtige und sinnvolle Aufklärungs- und Präventionsarbeit in Hagen noch effektiver geleistet werden kann.

Hilfsbereite Menschen, Unternehmen oder Organisationen können sich diesbezüglich direkt mit der AIDS-Hilfe Hagen e.V. unter der Rufnummer 02331/338833 in Verbindung setzen.

28.03.2011

Menschenkette macht auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz ihrem Ärger Luft
(Radio58 / HL.) Wiederum rund 150 Menschen versammelten sich am Montagabend zur mittlerweile dritten Anti-Atom-Mahnwache auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz. Wie von Anfang an angekündigt steigern sich die Aktionen teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger.
Menschenkette macht auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz ihrem Ärger Luft

An diesem Montag hatten die Initiativen um Organisatorin Miriam Kleemann-Adolphs im Vofeld der Mahnwache dazu aufgerufen, alles mitzubringen was Krach macht, das ließ einiges erahnen.

Miriam Kleemann-Adolphs dazu im Radio58-Gespräch

Von den über 150 Menschen die sich an der Mahnwache beteiligten hatten bereits einige Kommentare und Forderungen vorbereitet. Auch Miriam Kleemann-Adolphs machte den Anwesenden in ihrer Begrüßungsrede Mut, Druck auf die AKW-Betreiber zu machen.

Miriam Kleemann-Adolphs in Ihrer Begrüßung am Montag

Höhepunkt war zum Abschluß eine riesige lärmende Menschenkette um den Hagener Friedrich-Ebert-Platz, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten eben die Möglichkeit haben, ihrem Ärger einmal richtig Luft zu machen.

Auch am kommenden Montag soll es wieder eine Mahnwache in der Hagener Innenstadt geben. Mehr dazu wollen die Organisatoren noch bekannt geben.

Copyright Radio58 / Hans Leicher.

Bilder dazu hier

Lesen Sie dazu auch hier  hier  hier  und hier

21.03.2011

Hand in Hand gegen Atomkraft - Kooperierende Initiativen mobilisieren über 200 Menschen auf den Friedrich-Ebert-Platz
(Radio58 / HL.) Friedlich, kommunikativ und dennoch energisch, so ist die zweite Anti-Atom-Mahnwache an diesem Montag (21. März) grob zu umschreiben, zu der sich diesmal über 200 Menschen auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz versammelten.

Hand in Hand gegen Atomkraft - Kooperierende Initiativen mobilisieren über 200 Menschen auf den Friedrich-Ebert-Platz

Mehr als die doppelte Zahl an Menschen hatten die Initiatoren diesmal mobilisieren können; in der Vorwoche waren es noch 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei hatte sich auch die Zahl der Initiativen erhöht, die in Hagen und der Region für ein Abschalten der Atomkraftwerke plädierten

Ein Erfolg für die Frau, die in der vergangenen Woche hier in Hagen in Sachen Mahnwachen alles ins Rollen brachte, Miriam Kleemann-Adolph.

Miriam Kleemann-Adolph bei Ihrer Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Montag hier hören.

Die mittlerweile traditionelle "Montags-Demo", die sonst auf der Elberfelder Straße "tagt" hatte sich diesmal auf den Ebert-Platz verlagert, aber auch Frauenbewegungen und der DGB beteiligten sich an diesem Montag an der Mahnwache.

DGB-Kreisvorsitzender Jochen Marquardt mit seinem Aufruf am Montag hier hören.

Miriam Kleemann-Adolph und der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt riefen bei dieser Gelegenheit zu der geplanten Großdemo am kommenden Samstag in Köln auf. Die Menschen sollen sich in Gruppen am Hagener Bahnhof treffen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Zudem soll es aber auch am kommenden Montag hier in Hagen mit entsprechenden Mahnwachen weitergehen.

Miriam Kleemann-Adolph im Radio58-Gespräch hier hören.

Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit am Montag, ihren Anliegen Luft zu machen und erhielten entsprechenden Beifall der Menge. Bei Einbruch der Dunkelheit stellten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Friedrich-Ebert-Platz Kerzen auf - ein Zeichen der Solidarität mit den derzeit unter großem Leid lebenden Menschen in Japan.

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Bilder vom Montag hier

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12.03.2011

Noch 200 Stunden für den "Herrn Ortwein von der Feuerwehr"


(Radio58 / HL.) Kaum ein Kind, das in einen Hagener Kindergarten oder eine Hagener Schule geht, kennt ihn nicht. Hauptbrandmeister Walter Ortwein, Brandschutzerzieher bei der Berufsfeuerwehr Hagen oder vielfach aus Kindermund zu hören: "Der Herr Ortwein von der Feuerwehr".

Verabschiedete am Samstag Hauptbrandmeister Walter Ortwein (rechts) aus dem Arbeitskreis Brandschutzerziehung des Märkischen Kreises in den Ruhestand: Koordinator Michael Bals (links).

In seinem speziellen Arbeitsgebiet hat er die richtige Art und Sprache gefunden, um auch die Jüngsten unter uns zu erreichen. Für viele Kids verkörpert er, stellvertretend für die vielen Feuerwehrleute in Hagen, DEN Feuerwehrmann. Für viele ist er der Held, auch wenn er in seinen Ausbildungen immer betont, dass Feuerwehrleute keine Helden sind und das auch nicht sein dürfen, dass auch ihnen (wie jedem anderen Menschen) die gleichen Gefahren bei einem Brand drohen. Eines ist er aber ganz sicher und das nicht nur für die Kleinen: Er ist Vorbild. Er erklärt Menschen in jedem Lebensalter, wie sich sich vor Bränden schützen können und wie sie sich behalten sollten, wenn es zu einem Brand gekommen ist.

Wie für viele Feuerwehrleute lebt er seinen Beruf mit großer Leidenschaft. In seinem Arbeitsbereich als Brandschutzerzieher ist er aber durch seine Erfahrung und stetige Weiterentwicklung von Konzepten, Arbeitstechniken und Themen sogar zum Vorbild anderer Brandschutzerzieherinnen und Brandschutzerzieher geworden. Der Meinung waren am vergangenen Samstag auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitskreissitzung Branschutzerziehung, die im Feuerwehrgerätehaus Hagen-Haspe tagten. (Lesen Sie dazu auch hier.)

Koordinator Michael Bals in seiner Verabschiedungsrede für Walter Ortwein

Auch Hagens Leitender Branddirektor Horst Wisotzki unterstrich die wertvolle und unermüdliche Arbeit von Walter Ortwein am Samstag. Ortweins Name werde in Hagen mit dem Ausbau der Brandschutzerziehung durch die Feuerwehr verbunden sein. Oft habe sich Ortwein so engagiert, dass man sich gefragt habe, ob er neben seinem Beruf bei der Berufsfeuerwehr Hagen auch noch ein Privatleben habe, so Wisotzki.

Hagens Leitender Branddirektor Horst Wisotzki dazu im Radio58-Gespräch.

Wenn es auf das Ende der Berufslaufbahn zu geht rechnet man kaum noch in Jahren. Eher in Monaten und Tagen. Walter Ortwein rechnet mittlerweile in Stunden. Noch ca. 200 Stunden habe er noch bei der Berufsfeuerwehr Hagen zu leisten, dann geht es in den verdienten Ruhestand. Ab 1. Juni 2011 übernimmt dann Hauptbrandmeister Benno Herbst das Arbeitsgebiet von Walter Ortwein. Herbst, selbst ein erfahrener Feuerwehrmann mit entsprechend viel Erfahrung im Feuerwehr- und Rettungsdienst stand Ortwein seit vielen Jahren unterstützend zur Verfügung und wurde von ihn schon intensiv eingearbeitet.

200 Stunden Dienst hat er also noch, "der Herr Ortwein von der Feuerwehr". Aber ein Fiebern auf das Ende seiner Dienstzeit ist absolut nicht zu verzeichnen. Zwar habe er auch nach seiner Pensionierung keine Langeweile aber er frage sich schon jetzt, ob ihm sein Beruf, die Kollegen und die Feuerwehr als solches dann nicht doch fehlen würde.

Wenn jemand soviel geleistet hat und durch seinen Beruf stadtbekannt geworden ist, dann gibt es viele Menschen, die ihn gebührend verabschieden wollen. So war es an diesem Samstag die erste von vielen weiteren Veranstaltungen, in denen Walter Ortwein bis Ende Mai verabschiedet wird. Jede Veranstaltung wird für Ortwein ein Termin sein, dem er mit einem lachenden aber auch einem weinenden Auge entgegen sieht.

Noch einmal Michael Bals zum Abschied von Walter Ortwein (hier hören).

Weitere Bilder hier

Copyright Radio58 / Hans Leicher.

12.03.2011

Brandschutzerzieher/innen aus der Region treffen sich in Hagen-Haspe


(Radio58 / HL.) Sie sind Feuerwehrleute die sich mit dem befassen, was einen Feuerwehreinsatz erst garnicht nötig macht. Sollte es aber durch einen Brand oder Unglücksgeschehen doch notwendig werden, sind sie auch diejenigen, die zuvor über das richtige Verhalten aufklären.

Die Rede ist von den Brandschutzerzieherinnen und -erziehern, die mittlerweile im ganzen Land tätig sind. Sie klären über Brandgefahren und über das richtige Verhalten bei Bränden und anderen Notfällen in Kindergärten auf. Sie haben mittlerweile im Unterricht der Grundschulen und weiterbildenden Schulen ihren festen Platz im Unterrichtsplan, klären in Institutionen und in der Öffentlichkeit Menschen jeden Alters und jeder Nationalität darüber auf, was zu tun ist wenn es zum Schlimmsten kommt.

In der langen Entwicklung der Feuerwehrtechnik und -tradition ist das Tätigkeitsfeld der Brandschutzerzieher noch relativ jung. Deshalb ist hier Zusammenarbeit gefragt. Der Austausch und die Weiterentwicklung von Konzepten ist unabdingbar. Aus diesem Grund gründete sich bereits 1995 im Bereich des Märkischen Kreises ein entsprechender Arbeitskreis, dem sich später viele Brandschutzerzieherinnen und -Erzieher aus anderen Kreisen und Städten angeschlossen haben.

Am vergangenen Samstag (12. März 2011) traf sich der Arbeitskreis im sogenannten "HaTüWe", dem modernen Feuerwehrgerätehaus in Hagen-Haspe zu einer Arbeitskreissitzung. Interessanter und interessierter Besuch also in Hagen aus der gesamten Region wie z. B. aus dem Märkischen Kreis, Wuppertal und dem Kreis Olpe.

Koordinator dieses Arbeitskreises ist Michael Bals von der Feuerwehr in Menden. Bereits 1989 begann der engagierte Feuerwehrmann aus Leidenschaft mit der Branschutzerziehung. Anfängliche Erfahrungen sammelte er seinerzeit bei der Feuerwehr im norddeutschen Harislee, wo man schon einige Erfahrung gesammelt und Konzepte entwickelt hatte.

Koordinator Michael Bals zum Arbeitskreis im Radio58-Gespräch (hier hören).

Nicht nur um die Entwicklung und Weiterführung entsprechender Konzepte geht es in dem Arbeitskreis. Vielmehr hilft man sich auch mit der Ausrüstung gegenseitig aus; auch das will koordiniert sein. Dazu müssen zur Verfügung stehende finanzielle Mittel sinnvoll geplant werden um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, wie z. B. durch Druckschriften.

Am Samstagnachmittag ging es im "HaTüWe" neben einem Rückblick der einzelnen Vertreter aus ihrer Arbeit auch um neue Themen, die sich aus der Erfahrung aufgetan haben. Welche Möglichkeiten haben Schwerhörige, einen Notruf abzusetzen? Wo erhalten sie die notwendigen Hilfsmittel? Welche Möglichkeiten müssen geschaffen werden, um nicht deutschsprachigen Migranten die optimale Möglichkeit zu geben, einen Notruf zu melden? Nur zwei von vielen Themen, die am in dieser Tagung mit vielen interessanten Ideen der Fachleute angegangen wurden. Wobei es keineswegs trocken, sodern durchaus kollegial und humorvoll zuging.

Eine willkommene Gelegenheit für die Gäste hier in Hagen aber auch, das moderne Feuerwehrgerätehaus in Hagen-Haspe kennenzulernen, in das ein eigener Raum für die Brandschutzerziehung eingeplant wurde.

Hagens Leitender Branddirektor Horst Wisotzki zur Brandschutzerziehung in Hagen im Radio58-Gespräch (hier hören).

Weitere Bilder finden Sie hier

Copyright Radio58 / Hans Leicher.

10.03.2011

Adventskalenderaktion 2010 des Lions-Hilfswerk des Lions-Club Hagen-Mark mit gutem Ergebnis

(Radio58 / HL.) Der Reinerlös der Adventskalenderaktion 2011 des Lions-Club Hagen-Mark von ca. 22.000 Euro wurde zu je einem Drittel auf die geförderten Projekte aufgeteilt. An diesem Donnerstag konnten die symboloschen Schecks an die in diesem Jahr geförderten Projekte übergeben werden.

Bereits im fünften Jahr besteht die hilfreiche Aktion, mit der mittlerweile unterschiedliche Projekt mit insgesamt über 100.000,-- Euro unterstützt werden konnten. Dabei freuen sich die Lions-Club-Mitglieder, dass die Adventskalender-Aktion mittlerweile schon zum "Selbstläufer" geworden ist. Dies sei ein Zeichen, dass das Projekt eine breite Öffentlichkeit erreicht und erfährt. Daher denkt man derzeit schon nach, in diesem Jahr evtl. die Auflage zu erhöhen.

In diesem Jahr besonders erfreulich: Die Druckkosten wurden durch einen Sponsor übernommen. Hierdurch konnten in diesem Jahr 10 % mehr an Spenden ausgeschüttet werden.

Der Lions-Club Hagen-Mark dankte den Spendern und Sponsoren, die diesen Erfolg ermöglicht haben. Ohne die Unterstützung der vielen Einzelhändler, die auch dazu beigetragen haben, dass alle 4.000 Kalender verkauft werden konnten, wäre dieser Erfolg nicht zu zustande gekommen, so die Vertreter des Lions-Clubs und des Lions-Hilfswerks. Mit dem Geld werden benachteiligte Kinder und Jugendliche im sozialen und kulturellen Bereich unterstützt.

Vorab Johann Dieckmann, Pressereferent des Lions-Club Hagen-Mark dazu im Radio58-Gespräch (hier hören)

Gefördert werden diesmal:

Die Mutter-Kind Wohngruppe der Jugendhilfe Selbecke

Träger der Einrichtung ist die Jungendhilfe Selbecke

Mit den Mitteln aus der Adventskalender Aktion wird die frühkindliche Entwicklung der Kinder durch besondere Maßnahmen gefördert, die nicht über die Regelsätze finanziert werden können. Gerade alleinerziehende Mütter haben zum Teil große Probleme u.a. wegen ihrer eigenen psychischen Probleme, ihre Kinder zu versorgen und zu fördern. Um hier den jungen Müttern zu helfen, wurde die Mutter-Kind Gruppe eingerichtet. So können durch die Förderung, Kindern und Müttern z. B. die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht werden. Es können spezielle Kurse z.B. Sprachkurse für Kinder und Mütter oder gemeinsame Freizeiten finanziert werden. Birgit Demmrich-Sapok erklärte bei der Spendenübergabe, dass gerade die Frühförderung der Kinder und die Bildung der jungen Mütter eine hohe Priorität habe, für die viel Geld notwendig sei. Zudem sei man derzeit im Begriff eine sogenannte "Milchküche" für die Zubereitung von Nahrung durch die jungen Mütter einzurichten. Situativ "beherbergt" die Einrichtung 9 junge Mütter.

Die Kindertafel Hohenlimburg /Berchum

Träger der Einrichtung ist die Kindertafel Hohenlimburg e.V

Der Verein "Kindertafel Hohenlimburg" sammelt im Unterschied zu ähnlichen Projekten keine überschüssigen Lebensmittel, um sie dann in einer Art Armenspeisung zu verteilen. Vielmehr sollen Kinder, die aus Haushalten mit geringem Einkommen stammen, gleichberechtigt an der regulären Mittagsverpflegung in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen teilnehmen können. Zwar bezuschusst das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms "Kein Kind ohne warme Mahlzeit" bereits alle Familien, die von Sozialhilfe oder Hartz IV leben. Doch auch jenseits des angewiesen Seins auf staatliche Transferleistungen gibt es Eltern, die sich die rund 3 Euro, die das tägliche Essen in der Mittagsbetreuung kostet, nicht leisten können. Ihre Kinder drohen somit aus der Tischgemeinschaft mit Freundinnen und Freunden ausgeschlossen zu werden. Der eingetragene Verein "Kindertafel Hohenlimburg", dem Kindertagesstätten, Grund- und Förderschulen, soziale Organisationen sowie die örtlichen Kirchengemeinden angehören, will pro Schuljahr einen fünfstelligen Betrag einsetzen, um diesen dann auf Antrag an die verschiedenen Einrichtungen zu verteilen. Dr. Thorsten Jacobi (als Vertreter des Projekts) erklärte, dass der Radius der Unterstützung zukünftig erweitert weden soll. So werde man die Weiterführenden Schulen mit in das Konzept einbeziehen. Derzeit werde bereits die Hauptschule in Hohenlimburg unterstützt, aber auch bei den städtischen Kindergärten im Einzugsbereich des Vereins bestehe entsprechender Bedarf. Damit werde dann auch das Vereinsziel erreicht. Bereits derzeit derzeit befinden sich 120 Kinder in der Förderung durch den Verein. Rund 30.000 Euro muß der Verein jährlich für seine Arbeit aufbringen. Ein Viertel dieser Kosten werden durch die aktuelle Spende abgedeckt.

Dr. Thorsten Jacobi im Radio58-Gespräch hier hören

Der Hilfsfond der Kinderschutzambulanz

Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk Ennepe/Ruhr Hagen gGmbH

Eine Vielzahl von Kindern in Hagen ist anhaltend körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt innerhalb und außerhalb der Familie ausgesetzt. Als zentrales Anliegen der Kinderschutzambulanz steht das Recht der betroffenen Kinder/Jugendlichen auf ein gewaltfreies Leben. Aus Loyalität und Angst schweigen betroffene Kinder häufig über einen langen Zeitraum und bilden im Alltag, im Kindergarten, Schule etc. zunächst diffuse Symptome aus, die Signale und Hinweise auf die beschriebenen Probleme sind. Im Rahmen einer differenzierten Diagnostik in der Kinderschutzambulanz soll mit einem hohen Maß an Achtsamkeit für das Wohl des Kindes, ein unterstützendes Netzwerk gebildet werden. Hierbei ist zu beachten, dass weder ein schneller Eingriff in die Lebenswelt des Kindes noch ein zu langes Abwarten, möglicherweise auf Kosten des Kindes, hilfreich ist. Da in Hagen, bedingt durch die Haushaltslage der Stadt nur fallbezogen auf Antrag, die Kosten für die Behandlung in einen vorgegebenen Stundenrahmen und Stundensatz vom Jugendamt getragen werden, ist eine Arbeit im Vorfeld, bei ersten Anzeigen kaum möglich. Durch den Hilfsfonds soll den Mitarbeitern der Kinderschutzambulanz die Möglichkeit eröffnet werden, den betroffenen Kinder und Jugendlichen frühzeitig konkret helfen zu können. Die Kinderschutzambulanz kooperiert eng mit dem Allgemeinen Krankenhaus. Die Altersgruppe der Kinder, die bei der Kinderschutzambulanz angemeldet werden, liegt zwischen 6 und 12 Jahre. Heide Alscher, die das Projekt bei der Spendenübergabe vertrat, gab einen entsprechend eindrucksvollen Überblick über die Arbeit der Kinderschutzambulanz, die vor ca. einem Jahr entstanden ist. Die Arbeit richtet sich an Kinder, die sexuellen Übergriffen bzw. Gewalt in der Familie ausgesetzt sind oder waren bzw. deren Eltern. Ohne derartige Spenden sei diese Arbeit nicht möglich, da bekanntlich die Stadt die finanziellen Dinge nicht abdecken kann, so Heide Alscher.

Notwendige Kinder- und Jugendförderung trotz Sparmaßnahmen erhalten

Der Präsident des Lions-Club Hagen-Mark, Herr Dr. Nikolaus Grünherz, betonte, dass mit der Adventskalenderaktion den benachteiligten Kinder und Jugendlichen geholfen wird und es soll deutlich gemacht werden, dass sie gerade in diesen schwierigen Zeiten der sozialen und kulturellen Förderung bedürfen. Der Anteil der hilfebedürftigen Familien und Alleinerziehender an der Gesamtbevölkerung nimmt immer mehr zu. Dies kann jedoch nicht von privater Seite alleine geleistet werden. Es bedarf der notwendigen Bildungs- und kulturellen Infrastruktur durch die Stadt Hagen. Trotz aller notwendigen Sparmaßnahmen besteht die Verpflichtung, dass Kinder und Jugendlichen, gerade in einer Stadt mit dem höchsten Migrationsanteil in NRW, die notwendige Förderung erhalten.

Durch die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen bestehe die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche benachteiligt werden und das Gebot der "Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse" missachtet werden. Dies würde zur Folge haben, dass gerade junge Menschen und Familien die Stadt verlassen und wegziehen. Bei der Umsetzung der Sparmaßnahmen, besonders im Bildungs- und Kulturbereich- werde die Zukunft der Stadt verspielt. Nur durch Bildung und die Möglichkeit der kulturellen Teilhabe ließen sich die Wertvorstellungen unserer Gesellschaft vermitteln, so der Lions-Club Hagen Mark.

Deshalb sei die Stadt verpflichtet, die notwendige Infrastruktur zu finanzieren. Ohne funktionierende Kindergärten, Schulen und Kultureinrichtungen, wie die Musikschule, die Bücherei, die Museen und das Theater mit dem Lutz, dem Ballett und dem Philharmonischen Orchester werde diese Vermittlung scheitern, sind sich die Mitglieder des Lions-Clubs sicher.

Copyright Radio58 / Hans Leicher.

15.12.2010

Hunderte Lichter für ein lebenswertes Hagen vor dem Rathaus an der Volme


(Hans Leicher.) Sie war friedlich, aber keineswegs still: die Kundgebung des Bündnis "Aufstehen für Hagen" die am Mittwoch um 16:30 Uhr vor dem Hagener Theater mit einem bunten und - für viele Menschen - einprägsamen Programm begann.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine kleine bewundernswerte, mit Lob bedachte aber auch mit einigen scherzhaften Bemerkungen bedachte Geste: Hagens Oberbürgermeister Jörg Dehm persönlich war - zumindest zum Beginn der Veranstaltung - anwesend. "Sie wollen doch wohl nicht gegen ihr eigenes Sparkonzept demonstrieren", ein Satz der nach mehrmaliger Wiederholung seinen Witz gegenüber dem Ersten Bürger der Stadt verlor. Sicherlich war er nicht deshalb persönlich bei der Kundgebung erklärt der OB im Radio58-Interview, aber dennoch zeigte er damit Interesse und einen Teil des eigenen Verständisses gegenüber den protestierenden Bürgerinnen und Bürgern. Sicherlich habe er Verständnis dafür, dass es unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Meinungen gebe, erklärt Jörg Dehm im Interview. Zudem fände er es gut, dass die Bürgerinnen und Bürger sich für ihre Stadt stark machen. Auf die Frage, mit welcher Prognose er auf die so wichtige Ratsitzung an diesem Donnerstag und mit der damit verbundenen Verabschiedung des Hagener Haushalts-Sicherungs-Konzepts (HSK) sehe, antwortet der OB nicht mit der regimentführenden und Alternativen ausschließenden Konsequenzantwort zumindest einiger seiner Amtvorgänger: Er hoffe, dass zumindest viele wichtige Punkte an diesem Donnerstag ihren Beschluss finden würden und - so sinngemäß - das Paket nicht zu sehr verzettelt würde.

Manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung an diesem Mittwoch und so die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses "Aufstehen für Hagen" hätten sich gerne auch die Anwesenheit des OB bei den von hochkarätigen und kompetenten, weitestgehend neutralen, Referentinnen und Referenten unterstützten drei "Alternativen Bürgerversammlungen" des Bündnisses im Hagener Kegel-Kassino gewünscht. Die hinsichtlich der vielen Prognosen, Erfahrungsberichte und fundierten Widerlegungen gegen die Sinnhaftigkeit und der positiven Wirksamkeit des derzeitig vor dem Beschluss stehenden "HSK" warnten. Jörg Dehm hätte mit seiner Präsenz und vielleicht der einen oder anderen Stellungnahme zu den Inhalten der jeweiligen "Alternativen Bürgerversammlungen" von einigen Menschen unerwartete Pluspunkte sammeln können. Die Gründe, warum er diesen fern blieb obliegen aber seinen eigenen Entscheidungen.

Für die Organisatorinnen und Organisatoren kann die Kundgebung an diesem Mittwoch jedoch, von aussen und für Hagener Verhältnisse betrachtet, nur als Erfolg gewertet werden. Nach Einschätzung der Polizei waren es rund 1.000 Menschen, die sich zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr auf dem Theatervorplatz versammelten, während hier nach einer kurzen Begrüßung den DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt die Hagener Formation "Sinnflut" die Zeit auf die weiteren Akts verkürzte.

Sicherlich hätten sich die Organisatoren noch mehr Teilnehmer gewünscht. Ob die frostigen Verhältnisse an diesem Mittwoch bei ca. -3 Grad einige Menschen abgeschreckt hatten, darüber kann nur orakelt werden.

Meinung einer Teilnehmerin hier hören.

Tausend Menschen die in kürzester Zeit mit den Songs der Band regelrecht mitzogen, selbst als es zum Ende des Gigs einen Ton- und Lichtausfall gab - es wurde weiter gesungen und die Jungs auf dem geliehenen LKW-Auflieger einer Hagener Fahrschule hätten sich noch weiter in Hagener Herzen rocken können, wenn nicht ein straffes Programm anstand: der Weihnachtsmann, der die Adventszeit zu einigen besinnlichen und warnenden Versen nutzte. Dann Till Eulenspiegel (alias Werner Hahn) der in gewohnt tief eindringender dramaturgischer Leistung den Politikern und Bürgern der Stadt einiges einprägte, Dinge offenlegte, so manches zu bedeken gab, von denen viele gerne noch mehr gehört hätten (Ankündigung von Ex-Theaterintendant Peter Pietsch: "Wir verraten noch nicht, wer sich dahinter verbirgt, aber es ist ein Mensch den ihr liebt..."). Kinder aus den Hagener KiTas brachten mit ihren Erzieherinnen einen nicht unerheblichen Gesangsbeitrag mit einer langen Kette aus gebastelten und beschrifteten Sternen und zum Abschluss eine beeindruckende Feuerjonglage die den Beifall des Publikums nicht suchen musste und zumindest den Teilnehmenden in den vorderen Reihen bei den Minusgraden etwas an Wärme verschaffte. Ein - für Hagen - beeindruckendes Programm mit einem Publikum, das sich gerne beeindrucken ließ und selbst durch die Vielzahl der teilnhemenden Menschen jeden Alters beeindruckte.

Die Discounter und Ein-Euro-Shops profitierten nicht zuletzt von der Veranstaltung, hatten die Organisatoren doch dazu aufgerufen, rote, windfeste Kerzen mit zu bringen. "Was ist hier denn heute los", fragt uns den Filialleiterin eines Discounters in der Fußgängzone. Der Umsatz an Grablichtern sprang an diesem Mittwoch in die Höhe; und das nach dem Totensonntag. Die, die Grablichter, sammelten sich dann am Mittwochabend zur Abschlußkundgebung vor dem Hagener Rathaus an der Volme auf einem viele Meter langen Tuch, das mit dem Wort "Zukunft" beschriftet war. Zuvor war es noch der Banner am Anfang einer schier endlos scheinenden Menschkette, angeführt (neben der Polizei, die sogar störende Werbeschilder auf der Hagener Fußgängerzone beiseite räumte) vom Weihnachtsmann. Über die Elberfelder Straße, Mittelstraße und die Rathausstraße ging es schließlich zum Rathaus an der Volme. Ratsmitglieder waren jedoch hier nicht anzutreffen. Die befanden sich mittlerweile in einem ökumenischen Gottesdienst, bekamen jedoch dann später noch Besuch von den teilnehmenden Kindern. Ein eigens angemieteter Bus brachte die Hagener Kids zur Kirche, damit der Nachwuchs der Stadt den Ratsmitgliedern die Sterne und ihre Forderungen überbringen konnten.

Zum Abschluss stand ein Lichtermeer vor dem Hagener Rathaus. Es soll den Hagener Ratsmitgliedern vor der wichtigen Ratsitzung an diesem Donnerstag einige Lichter aufgehen lassen und sie zum Nachdenken über ihre Entscheidungen für die Zukunft der Stadt anregen. Bis zum Nachmittag werden einige Lichter verblasst sein. Nicht verblasst sein wird bestimmt lange die Erinnerung der Menschen die an dieser Kundgebung teilgenommen haben. Auch nicht den jüngsten Hagener Bürgern.

Meinung eines jungen Teilnehmers hier hören.

Nicht verblassen werden nach Auskunft des DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt aber auch die Aktivitäten des Bündnisses "Aufstehen für Hagen" und der Widerstand der Hagener Bürgerinnen und Bürger gegen die Entscheidungen des Hagener Rats, die nach Auffassung der Hagener Bürger nicht tragbar sind.

Der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt im Radio58-Gespräch.


Jürgen Breuer vom Kulturzentrum Pelmke im Radio58-Gespräch.

Bilder hier.